{"id":2095,"date":"2009-04-15T07:28:57","date_gmt":"2009-04-15T06:28:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.logoroe.ch\/?p=2095"},"modified":"2021-12-21T21:57:21","modified_gmt":"2021-12-21T20:57:21","slug":"gesund-bleiben-trotz-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.logoroe.ch\/?p=2095","title":{"rendered":"Gesund bleiben trotz Arbeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.logoroe.ch\/?p=2095\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2092 size-thumbnail\" title=\"vor-dem-buro\" src=\"https:\/\/www.logoroe.ch\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/vor-dem-buro.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"120\" \/><\/a>Wie es sich f\u00fcr loyale Staatsangestellte geh\u00f6rt, habe ich meinen K\u00f6rper bereits zu Lebzeiten dem Kanton \u00fcberlassen. Wie jedoch bringe ich diesen bis zur Pensionierung einigermassen schadlos \u00fcber die Runden (meinen K\u00f6rper, nicht den Kanton)? Die t\u00e4gliche Arbeit in einem Vorb\u00fcro kann ganz sch\u00f6n in die Knochen gehen. Ein kleiner Gesundheitsleitfaden hilft weiter.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ol>\n<li>Bei stets gleichbleibenden Handbewegungen ist eine Arthrose Ihrer Fingergelenke einzig eine Frage der Zeit. Ihre Maushand ist diesbez\u00fcglich besonders gef\u00e4hrdet. Kehren Sie den Spiess um und machen Sie aus Ihrer Maus ein Trainingsger\u00e4t, indem Sie diese mit der ganzen Hand wie einen Tennisball fest umschliessen und danach in hohem Bogen mit einem Arbeitskollegen Ihrer Wahl hin und her werfen (f\u00fcr eine kabellose Mausvariante wenden Sie sich bitte an Ihre Informatik-Abteilung).<\/li>\n<li>Langwierige Akturierarbeiten gef\u00e4hrden den letzten Rest Ihrer Fantasie, haupts\u00e4chlich durch das sogenannte \u201eBl\u00e4ulen\u201c, das Beschriften der Akten mit der\u00a0jeweiligen Nummer des Inhaltsverzeichnisses. Bringen Sie ungeniert Ihr 200teiliges Caran-D\u2019Ache-Acrylfarben-Set zur Arbeit mit und malen Sie sich farbenfroh durch die Akten. Und statt stupide bloss die Ziffern durchzunummerieren, erfinden Sie Zahlenr\u00e4tsel, mathematische Gleichungen, Sudoku-Aufgaben mit den jeweiligen Aktoren als L\u00f6sung. Die sp\u00e4ter Lesenden werden sich \u00fcber den zus\u00e4tzlichen Ratespass freuen.<\/li>\n<li>Eine dauerhafte Bildschirmbestrahlung schadet Ihren Augen. Arbeiten Sie wenn immer m\u00f6glich mit ausgeschaltetem Monitor. Auf diese Weise wird zus\u00e4tzlich Ihr Vorstellungsverm\u00f6gen trainiert. Sollte Ihr Chef sich \u00fcber Ihre allf\u00e4llig gesunkene Leistungsperformance beschweren, besprechen Sie seine Kritikpunkte bei einem spontan einberufenen Abendessen in der Blinden Kuh.<\/li>\n<li>Drucker sowie Kopierger\u00e4te sind aufgrund ihrer Feinstaub-Emissionen Werkzeuge des Teufels. Es wird derzeit noch unter Verschluss gehalten, doch eine 50 Jahre dauernde Feldforschung der Firma HP musste abgebrochen werden, weil keine einzige Person der Versuchsgruppe dieses Alter erreichen konnte. Es wird empfohlen, nicht mehr als zwei A4-Bl\u00e4tter t\u00e4glich auszudrucken und Kopierarbeiten mit mehr als f\u00fcnf Abz\u00fcgen durch zweist\u00fcndige Spazierg\u00e4nge auf dem Land aufzulockern.<\/li>\n<li>Wer w\u00e4hrend der Arbeit Radio h\u00f6rt, setzt das ganze B\u00fcro elektromagnetischen Wellen (sowie dem heutzutage ausgestrahlten Stumpfsinn) aus. Dabei k\u00f6nnte die Musik eine entspannende Oase in der t\u00e4glichen Hektik sein. Ersetzen Sie das Radioger\u00e4t mit einem Xylophon, einer Harfe oder einem Triangel &#8211; je nach Ihren musikalischen F\u00e4higkeiten. Singen Sie mit Ihren Arbeitskollegen zusammen einen Kanon, zum Beispiel \u201eEs chr\u00fccht es Schn\u00e4ggli\u201c. Wenn der Chef pl\u00f6tzlich auftaucht, wechseln Sie unmittelbar auf \u201eHejo, spann den Wagen an\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Einer gesunden und gl\u00fccklichen Vorb\u00fcro-Zeit steht nun nichts mehr im Wege. Sollte Ihnen trotzdem hin und wieder die Motivation fehlen, bleibt immer noch die Hoffnung, dass auch der Kanton Z\u00fcrich bald das Modell des Ostschweizer Landwirtschaftsverbandes \u00fcbernehmen wird. Deren Bauern sind dazu \u00fcbergegangen, Flipperk\u00e4sten in ihren St\u00e4llen zu installieren. Seither geben die K\u00fche zwar kaum noch Milch, holen aber jede Menge Freispiele.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-307\" title=\"trennlinie\" src=\"https:\/\/www.logoroe.ch\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/trennlinie.gif\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"10\" \/><\/p>\n<p><em>Die Kolumne &#8222;Vor dem B\u00fcro&#8220; erschien von 2009 bis 2013 in der Letzten Pendenz, dem Mitarbeiter-Magazin der Staatsanwaltschaft Z\u00fcrich. Staromat schilderte darin die Welt der Justiz aus den Augen einer m\u00e4nnlichen Sekret\u00e4rin.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.logoroe.ch\/?cat=29\"><em>Hier geht&#8217;s zu allen Vor-dem-B\u00fcro-Kolumnen!<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es sich f\u00fcr loyale Staatsangestellte geh\u00f6rt, habe ich meinen K\u00f6rper bereits zu Lebzeiten dem Kanton \u00fcberlassen. 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